Heiler Camp Indien 2018

Während der englischsprachigen amazinGRACE® Ausbildung im Mai 2016 auf Mallorca entsteht die Idee zum ersten Großprojekt der Heiler ohne Grenzen. Im Austausch mit einer Schülerin aus Indien entwickelt Annette Müller das Konzept für das Heilercamp auf dem tropischen Subkontinent, dem sie seit ihrer Jugend stark verbunden ist. Typisch Annette Müller, macht sich die erfolgreiche Unternehmerin sogleich an die Organisation des Mammutprojektes. Als die San Esprit® Gründerin dann innerhalb ihres Netzwerkes aus Schülern und Absolventen von dem Vorhaben berichtet, erhält sie innerhalb kürzester Zeit über 50 Zusagen von Heilern, die ehrenamtlich an dem Projekt teilnehmen möchten – eine enorme Resonanz.

Die Organisation des Vorhabens stellte sich jedoch schnell als logistische Meisterleistung heraus, weswegen die finale Teilnehmerzahl reduziert werden musste: Die Anreise, Unterkunft und Abreise von 33 Heilerinnen und Heilern, einem Organisationsteam, ein Kameramann und ein Journalist, die das Vorhaben dokumentarisch begleiten, muss sorgfältig geplant werden, ebenso die Durchführung eines Camps mit 300 geplanten Heilsitzungen – und das in einem fremden Land, das für seine schwache Infrastruktur bekannt ist. Nachdem die theoretische Konzeption des Heilercamps abgeschlossen war, reist Annette Müller im Februar 2017 alleine nach Puducherry in Südindien, um dort mit der Planung der Logistik vor Ort zu beginnen. Im Zuge dieser Reise lernt sie den international renommierten Vaastu-Architekten Prabhat Poddar kennen, der sie fortan bei der Durchführung als Ansprechpartner vor Ort unterstützt.

Am 20. Dezember 2017 reiste San Esprit® Gründerin Annette Müller dann vorab nach Indien um die abschließenden Vorbereitungen zur Indienreise zu treffen und somit einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten. Die Delegation der Heiler ohne Grenzen folgte dann am 2. Januar 2018 nach Pondicherry, offizieller Beginn des Camps war der 6. Januar 2018. In den folgenden Tagen führten die insgesamt 33 Heilerinnen und Heiler kostenfreie Heilsitzungen an mehr als 300 Personen durch. Am ersten Tag des Camps war das Interesse an den Heilsitzungen der Heiler ohne Grenzen so groß, dass bereits mittags alle Termine für das gesamte Camp vergeben waren – ein enormer Erfolg, mit dem niemand in diesem Ausmaß gerechnet hatte. Darüber hinaus gab es eine Warteliste mit einigen Dutzend weiterer Hoffender, sowie eine Vielzahl von Menschen die zum Bedauern des Organisationsteams nicht mehr untergebracht werden konnten.

Das Healing Camp India 2018 in Puducherry war ein voller Erfolg: Dank der vor Ort durchgeführten Studie konnten die Heilerfolge genauestens dokumentiert werden. Erste Ergebnisse der Auswertung zeichnen ein sehr positives Bild, bei nahezu allen Personen konnte eine Verbesserung durch die Heilsitzung erzielt werden. Das deckt sich sowohl mit den Erfahrungen der Heilerinnen und Heiler als auch mit den hunderten dankbaren Menschen, die behandelt wurden. Schon nach den ersten Tagen war die San Esprit® Delegation Heiler ohne Grenzen in Puducherry in aller Munde. Kaum verwunderlich, wie die Ansprechpartner vor Ort mitteilten: Anders als in der Heimat der überwiegend aus Deutschland stammenden Heilerinnen und Heiler, in der der Großteil der Bevölkerung Single- und Zweipersonenhaushalte bewohnt, leben Inder in größeren Familienclans. So stehe hinter jeder der 300 geheilten Personen noch einmal eine große Familie mit 30 bis 40 Personen und mehr – somit hatte das Wirken der Heiler ohne Grenzen eine enorme Reichweite. Denn das Healing Camp konnte so viel mehr bewirken als „nur“ eine Verbesserung der Leiden: Es ging eine Welle der Dankbarkeit, der Hoffnung und des Friedens durch Puducherry. So wurden die Heilerinnen und Heiler viele Male in der Stadt angesprochen, Einheimische zeigten sich dankbar und luden in ihr Zuhause ein. Es herrschte eine kraftvolle Stimmung in Puducherry, das Healing Camp war das Thema in allen Straßen. Heilung durch die Kraft des Geistes – dass das möglich ist, erfuhren die Menschen in Puducherry am eigenen Leib. Einige hundert Leben wurden verbessert und tausende Menschen inspiriert.

So fremd sich die Kulturen doch sind, so nah waren sie sich dieser Tage: Noch vor Jahrzehnten bestand die Hauptintention der Europäer in Indien in der Kolonisation, Unterdrückung und Ausbeutung des Landes. Viele Denkmäler aus dieser teils blutigen Zeit prägen das Stadtbild der ehemaligen französischen Kolonie. Am 15. August 1947 folgte dann die Unabhängigkeit Indiens und im Januar 2018 kommen wieder Fremde aus der Ferne, diesmal kommen sie um den Menschen zu helfen und Hoffnung zu geben. Und so war die Reise auch ein Dienst an der interkulturellen Beziehung. Überall in Puducherry war von den Deutschen die Rede, die da sind, um zu helfen. Die Heilerinnen und Heiler wurden unzählige Male fotografiert, es wurden „Selfies“ gemacht, Geschenke wurden übergeben und es folgte ein wertvoller kultureller und intellektueller Austausch, der für viele der Beteiligten lebensverändernden Charakter hatte.

Heiler Ohne Grenzen in Indien war das erste karitative Camp in einem solchen Ausmaß und Einfluss. Die stattfindende Studie wird sicherlich Wege bereiten zu weiteren bahnbrechenden Initiativen.